Interview mit Regine Haack

Regine Haack: Rom – Blick über den Tiber, Öl auf Leinwand, 120 x 200 cm, 2013

AB Regine, vielen Dank, dass Du Dich bereit erklärt hast, an der Interviewreihe “Menschen brauchen Bilder” teilzunehmen.

Sagst Du zu Beginn einmal kurz ein paar Sätze zu Deiner Person – wer Du bist, woher Du kommst und was Deine aktuelle Tätigkeit ist?

RH Ich bin 1958 in Lüneburg geboren. Weil die Situation zwischen meinen Eltern so schwierig war, habe ich schon als Kleinkind bei meinen Großeltern im Schwarzwald gelebt – ganz frei, entweder im Wald oder bei Bauersleuten dort in einem sehr kleinen Dorf. Meine Großeltern haben mich versorgt, sie waren wunderbar, lieb und nett. 

Ich habe dort eine ganz besondere Beziehung zur Natur entwickelt, wie alles funktioniert oder wie es eigentlich funktionieren sollte. Es gab in der Gegend kleine Bauernhöfe, das Verhältnis zu den Tieren war sehr innig und es war sozusagen eine paradiesische Situation im Dorf. Man traf sich und redete viel. 

Als meine Mutter später in Kiel Fuß gefasst hatte, kam ich zurück zu ihr. In Kiel bin ich zur Schule gegangen, habe dort studiert und bin schließlich Künstlerin geworden. Ich habe auch Kunsterziehung studiert und inzwischen arbeite ich als Künstlerin und als Kunsterzieherin. Ich muss immer sehen, wie ich meine Zeit einteile, weil ich so viel zu tun habe. Die Arbeit als Kunsterzieherin möchte ich reduzieren und wieder mehr malen. Meine Bilder sind für mich sehr, sehr wichtig.

AB Du sagtest, Du arbeitest als Kunsterzieherin. Wie Du mir einmal erzählt hast, unterrichtest Du auch Geographie. Wie sind die Fächer Kunst und Geographie für Dich miteinander verknüpft?

RH Ich habe ein besonderes Verhältnis zur Natur und zur Erde. Das ist für mich ein großes inneres Anliegen, so dass es zum Beruf geworden ist und ich gebe das gerne an jüngere Generationen weiter. Der Umgang mit Dingen hat immer mit der Natur zu tun, auch wenn man es nicht immer direkt sieht. Alles hat seinen Ursprung in Rohstoffen und wir leben hier alle zusammen auf diesem Planeten. Es wird nur gelingen, wenn wir auf unseren Planeten achten.

AB Zurück zur Schule, an der Du arbeitest: Es handelt sich dabei um ein staatliches Gymnasium. Welche Rolle spielt der Kunstunterricht an dieser staatlichen Schule?

RH Es ist eine kleine Schule und dort läuft der Kunstunterricht als normales Nebenfach durch alle Klassen und weil in der Oberstufe kein ästhetisches Profil angeboten werden kann, läuft Kunst auch in der Oberstufe als Nebenfach. Man kann sein mündliches Abitur darin machen, aber es ist kein Hauptfach und deshalb ist ein schriftliches Abitur darin nicht möglich.

AB Welchen Spielraum hast Du in der Unterrichtsgestaltung im Fach Kunst?

RH Es gibt Lehrpläne und darin steht, welche Bereiche abgedeckt werden sollen. Wir haben schulintern ein Curriculum entwickelt, worin wir uns mit den Kollegen darauf geeinigt haben, was wir in welcher Klassenstufe anbieten. 

Ich versuche immer wieder, neue Ideen hineinzubringen, weil ich auch selbst nicht dauernd dasselbe machen will. Von der Technik her wiederholt es sich, aber vom Thema her variiere ich immer wieder ein bisschen. Insofern habe ich einige Freiheiten.

AB Welchen persönlichen Auftrag möchtest Du als Kunstlehrerin erfüllen?

RH Ich möchte gerne, dass die Schüler handwerkliche Fertigkeiten erwerben, dass sie visuell und von ihrer Phantasie her weitere Ideen entwickeln können und dass sie die Welt aus ihrer Sicht wahrnehmen, erkennen, wiedergeben und einordnen können. Sie sollten Kunst zu Zeiten und Stilen in Bezug setzen können und auch zu ihrem Leben, so dass es für sie nicht nur einen praktischen, sondern auch einen erkenntnistheoretischen Wert hat.

AB Unsere Interviewreihe heißt “Menschen brauchen Bilder“. Welchen Bezug hast Du selbst zu Bildern ganz allgemein?

RH Ich gehe nach wie vor durch Ausstellungen und schaue mir viele Bilder an. Berufsbedingt muss ich viele Bilder durchsehen und auswählen und weil ich das schon so viele Jahre mache, habe ich ein spezielles optisches Gedächtnis. 

Wenn ich durch eine Ausstellung gehe und ganz viele Zitate sehe, frage ich ich mich: Welches Bild ist denn jetzt gemeint und wie hat er oder sie es verändert? Das bringt mir Spaß, aber wenn ich selbst Bilder male und neue Bilder entwickeln will, bin ich darauf angewiesen, dass ich von innen her eine neue Idee bekomme: Wie soll das Bild werden, das neue Bild? Da ist manchmal auch hinderlich, zu viel zu wissen. Es ist gut, eine gewisse meditative Leere herzustellen.

AB Gibt es ein Bild, das Dich in Deinem Leben sehr stark beeindruckt oder gar beeinflusst hat und wenn ja, welches war dies? Gibt es ein Bild, was quer schießt, in Deine meditative Leere hinein?

RH In verschiedenen Phasen war immer ein bestimmter Künstler wichtig für mich. Heutzutage entwickelt sich wieder etwas Neues. Es ist nicht ein Bild. 

Als ich anfing zu malen und zu Weihnachten einen Malkasten bekam, liebte ich die alten Meister wie Rembrandt. Ich fand es ganz toll, wie sie malten. In späteren Zeiten, im Studium fand ich David Hockney ganz toll. Und danach Cézanne – er ist ja auch die Grundlage für die Moderne. 

Als ich in Rom lebte, merkte ich, dass ich einen großen Abstand zur ganzen westlichen Kunst und zu dem bekam, was hier gelehrt wird. Ich betrat ganz andere ästhetische Bereiche, weil mich – ich lebte dort im Millennium – viele afrikanische Dinge umgaben, auch im Alltag. Das war für mich alles ganz anders. 

Auch die Antike war völlig präsent. Danach ging ich zurück nach Süddeutschland und es war alles von der Optik her anders – viele farbliche Reduzierungen – Holz, Braun. 

Als ich wieder im Norden war, musste ich alles erst sortieren. Ich dachte, es liegt wie in Schichten über den Jahrtausenden – hinter uns und vor uns und deshalb musste ich Schichtenbilder malen. Jetzt langsam sortiert sich wieder etwas neu und ich kann noch nicht genau sagen, was das ist.

AB Als Künstlerin erzeugst Du ja selbst immer wieder Bilder. Was treibt Dich dabei an?

RH Wenn ich nicht male, kann ich schon eine ganze Weile zufrieden sein, besonders wenn ich tolle Sachen mache, die mir viel Spaß bringen, im Urlaub zum Beispiel. Ich habe aber immer das innere Gefühl, dass dort irgendwelche Spannungen sind, irgendetwas stimmt nicht. Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll. Das ist wie essen müssen oder trinken müssen. Es sind ganz normale Grundbedürfnisse und so muss ich auf einmal malen. Ich muss etwas zum Ausdruck bringen. Ich muss etwas malen. 

Manchmal habe ich das Bild vorher innerlich vor Augen und denke – ja, das ist das Bild – oder es entwickelt sich oder ich habe gar keine Idee und dann suche ich und suche ich. 

Ich mache viele Fotos und dann habe ich plötzlich das eine Bild, von dem ich denke, dass es das widerspiegelt, was ich meine – ein Gefühl, eine Erinnerung, eine Atmosphäre von einer Situation und ich denke: Das würde es jetzt bringen. Dann bin ich wieder zufrieden und ich denke: super! – obwohl das Malen manchmal auch anstrengend sein kann. Wenn das Bild dann fertig ist, ist ein Zustand wieder hergestellt, in dem ich denke: Genau das gehört zum Sinn meines Lebens.

AB Warum hast Du Dich für Malerei und Zeichnung als künstlerische Ausdrucksmittel entschieden?

RH Als ich jung war, hatte ich ungefähr 20 Ideen, was ich alles machen könnte und habe herum probiert: Mode studiert, Fotografie, gelebt wie verrückt, getöpfert. 

Ich bin Christ geworden und dann bekam ich irgendwie den Eindruck, dass für mich das Zeichnen und Malen und vielleicht noch eine andere Sache sehr wichtig sind. Diese Beschränkung ist eine Klarheit und ich verzettele mich dann auch nicht. So fing ich an Zeichnungen zu machen. Ich war sehr damit eins. Ganz richtig war das, das merkte ich. 

Ich habe das aber nicht fortgesetzt, sondern fing an zu malen. Da fühlte ich mich noch nicht ganz eins mit mir. Zwar war das Bild schon gut, aber es war nie so 100 % ig wie beim Zeichnen. Es läuft aber langsam immer mehr in die richtige Richtung, so wie beim Zeichnen, und ich denke, ich könnte auch das Zeichnen fortsetzen und dann malen und zeichnen. Es ist so, als würde ich sprechen oder ein anderer würde tanzen oder ein Dritter würde ein Buch schreiben. Es ist ganz meine Sprache. So war das mit dem Zeichnen. Da fließt direkt das, was ich meine, durch den Stift auf das Papier. Mit der Malerei entwickelt es sich immer mehr dahin. Es ist aber ein viel längerer Prozess bei mir mit der Malerei.

AB Welche Verantwortung siehst Du im Zeitalter von Instagram und Digitalkonsum auf Seiten der Kunst – im Hinblick auf die Zukunft der Gesellschaft?

RH Ich finde es ganz schön, dass jetzt viele Bilder, Objekte, Kunstwerke, alles mögliche digital verfügbar ist und dass man es sich ansehen kann, überall, und jedermann kann es. Es ist nicht mehr einer bestimmten geschlossenen Gesellschaft vorbehalten und es muss nicht mehr durch Material vor Ort sein. Jeder kann sehen, in welchem Museum sich ein Kunstwerk befindet, von welchem Künstler es stammt und wie es aussieht. Das Original ist womöglich eine Million Euro wert und liegt bei irgend jemandem im Safe oder darf nur hinter Glas präsentiert werden. Trotzdem kann man es sehen. Das finde ich super!

AB Hat die Digitalisierung in Deinen Augen den Umgang mit Bildern und die Wirkung von Bildern verändert?

RH Auf jeden Fall. Wir leben ja im Zeitalter der Bilder. Ich glaube, wir können es uns gar nicht mehr vorstellen, wie es früher war, als das gesprochene Wort ganz wertvoll war und dass das, was Leute erzählt haben, wirklich wichtig war. 

Wir haben zwar immer noch die Zeitung und wir lesen auch darin, aber es ist schnell ein Wegwerf-Produkt. Deshalb sind auch viele Bilder ein Wegwerf-Produkt.

Wonach richtet sich ein heutiger Mensch? Wo sind die Maßstäbe? Ich glaube, da verändert sich der Mensch gar nicht. Jeder Mensch kann nur ein begrenztes Maß an Dingen aufnehmen, verarbeiten und auch sein Leben damit gestalten. Wo soll ich hingehen, welche Werte finde ich, wie gehe ich damit um? Obwohl alles so voll ist und es so vieles gibt, bleibt es dabei: Jeder kann sein Leben nur einmal leben – nach meiner Meinung – und dieses Leben auch gut gestalten. Dazu gehört alles, nicht nur Bilder. Alles erleben und auch füllen, miteinander, mit Freude und es kommt auch Trauer vor, alles mögliche. Man hat die ganze Bandbreite, jeder in seinem kleinen Bereich. Das ist dann wieder überschaubar.

AB Damit hast Du schon meine nächste Frage beantwortet. Diese Frage zielt auf die Kurzlebigkeit unserer Informationen ab und was diese Entwicklung mit den Menschen macht. Hast Du noch weitere Punkte zu ergänzen?

RH Ich merke, dass das sehr zerfasert, dass sehr viel ablenkt und dass man sich auch ablenken lässt. Es bedarf noch mehr Konzentration zu sagen: Moment mal, was wollte ich denn hier genau machen? Das mache ich dann auch, obwohl da noch so viele andere Angebote sind, Ablenkungen oder Möglichkeiten oder Ideen oder Leute.

Dabei zu bleiben ist eine neue Herausforderung, bei der Sache zu bleiben, mit der man angefangen hat und sich darauf zu konzentrieren, sich einzuschätzen: Wie viele Dinge kann ich nebenbei machen? Wo bleibt die Ruhe? Wo kommt auch mal die Leere vor? Wo ist der Tag, an dem ich reflektiere und alles einmal sacken lasse? Das ist heutzutage noch wichtiger.

AB Wie lange arbeitest Du durchschnittlich an einem Bild, z. B. an einem Öl-Gemälde? Warum hast Du diesen aufwändigen Weg der Bild-Herstellung gewählt?

RH Das frage ich mich auch. Ich glaube, es kommt von der Zeichnung her. Meine Zeichnungen sind sehr aufwändig. Sie sind sehr genau und sehr realistisch, obwohl der Bildgegenstand ein Symbol sein soll.

So fing auch meine Malerei an. Ich fing in derselben Art, wie meine Zeichnungen sind, an zu malen. Ich habe aber auch ganz locker gemalt, schnelle Bilder, und dann habe ich mich wieder auf Dinge konzentriert, die sehr genau sind wie gezeichnete Blätter und Blüten usw.. Es war eine Kombination aus Zeichnung und Malerei. 

Später habe ich wieder diese fotorealistischen Bilder gemacht und jetzt im Moment male ich Bilder, die aus dem Inneren entstehen. Sie sind sehr schnell gemalt, etwas freier. Vielleicht habe ich beides in mir. Das eine ist, sehr hin zu gucken und die Sachen so zu erforschen wie ein kleiner Forscher und die anderen Sache ist ganz locker und – zack, zack – hin gehauen. Voller Freude. Das ist etwas Erlebtes. Da verkrampft man sich nicht, das ist beim Malen ganz locker. Diese Bilder entstehen auf eine ganz andere Art, es ist eine andere Sprache.

AB Welche Wirkung haben Deine Bilder auf die Betrachter? Welche Rückmeldungen bekommst Du dazu?

RH Ich habe mich schon früh bei Galerien beworben und sie haben gesagt: Oh, das ist ja gar nicht ein Stil. Das können wir nicht vertreten. Wir können nur etwas Wiedererkennbares an den Markt bringen.

Ich habe aber gedacht: Ich passe meine Bilder nicht an den Markt an, sondern ich male, wie es zu mir passt und ich male das, was da kommt. Vor anderthalb Jahren habe ich in einer Ausstellung etwas kombiniert, was offiziell nicht zusammenpasst: meine Stadtplan-Bilder – das sind Bilder, die im Prinzip abstrakt sind und einen Stadtplan in Malerei umsetzen – und Ansichten von Städten, die zum Teil fotorealistisch sind oder auch ein bisschen freier. Dann merkte ich mit einem Mal: Oh, die ganze Arbeit passt sehr gut zusammen. Diese Arbeiten korrespondieren direkt miteinander. 

Da ich ja Geographie studiert habe, ist das auch etwas von mir. Man kann die Erde einmal sehen wie ein Wissenschaftler, der alles untersucht, nach Clustern usw. und man kann sie aber auch direkt erleben. Jeden Tag vor Ort, wenn ich vor die Tür trete oder aus dem Fenster gucke. Es ist alles erlebbar, wir leben darin und deshalb sind diese zwei Ebenen da. Ich kann etwas aus der Nahsicht sehen, ich kann mir nur eine Mauer angucken oder so etwas – also Mikrokosmos, ich kann Straßenzüge ansehen, Situationen in der Stadt, im Umfeld oder auf dem Land oder ich kann ganz berauschende Erlebnisse haben und kann diese auch wild malen. Von daher sehe ich in meinen Bildern einen Zusammenhang und wenn ein anderer diese nicht sieht, ist es vielleicht ein Problem von ihm.

AB Okay, Du malst also die Bilder in erster Linie für Dich selbst.

RH Nein, ich glaube, ich male sie, weil ich zeichnen und malen soll und weil es mir letztendlich auch besser geht. Wenn ich denke: Das Leben könnte auch einfacher sein, ich könnte einfach nur arbeiten und mich dann vergnügen, mein Privatleben haben und das nicht tun, dann fehlt für mich etwas. Das geht nicht. Ich muss das Zeichnen und Malen machen. Es ist eine Art Auftrag. Das ist etwas, was ich machen muss.

AB Was muss Deiner Meinung nach ein Bild haben, um Emotionen hervorzurufen? Was ist das in Deinen Bildern?

RH Das ist etwas, was beim anderen zum Schwingen kommt und der andere, der Betrachter, hat ja sein eigenes Leben und seine eigenen Erlebnisse. Jeder hat andere Dinge, die ihn ansprechen. 

Da ich viele Bilder male, in denen Städte, Landschaften, Stillleben, Mauern oder Natur vorkommen, spricht das Leute an, die sich in diesem Gebiet zu Hause fühlen. Ich habe es auch in Ausstellungen mit Kollegen bemerkt: Es gibt Bilder, die voller Menschen sind und sich mit Menschen und Beziehungen auseinander setzen. Diese Bilder sprechen eher Betrachter an, die in solchen Berufen unterwegs sind, die viel mit Menschen zu tun haben, und deswegen haben diese Kollegen von mir ganz andere Kunden als ich. Jeder Kunde ist ja auch ganz anders, jeder Betrachter auch. Deshalb habe ich oft Architekten als Kunden gehabt oder Landschaftsgärtner, also Menschen, die sich von diesen Dingen angesprochen fühlen.

AB Noch eine abschließende Frage: Wenn Du einen Wunsch an die Kunst und die durch sie entstehenden Bilder hättest, welcher – im Hinblick auf die Zukunft der Gesellschaft – wäre es?

RH Ich würde mir wünschen, dass man das Ganze nicht nur chronologisch einsortiert im Sinne von: Das war einmal modern und ist jetzt nicht mehr modern und deswegen können wir heute nur noch so und so arbeiten. 

Ich würde mir wünschen, dass immer mehr Akzeptanz entsteht zwischen den verschiedenen Künsten und Kulturen, dass alles nebeneinander bestehen kann, dass jedes seine Existenzberechtigung hat und dass wir herunterkommen von unserem westlichen Kulturbetrieb, in dem es sehr viel nach Geld geht. Ich wünsche mir, dass man mehr in diese Ebene hineinkommt: Jede Kunst hat ihren Zweck und erfüllt eine Aufgabe für die Mitmenschen. 

Ich selbst bin ja auf ganz vielen Gebieten in der Kunst auch Konsument und kann mir aussuchen, was mir gefällt oder was mich anspricht und ich hoffe, dass dies immer mehr akzeptiert wird. Ich gehe manchmal ins Museum und sehe: Hier wollen sie wieder eine bestimmte Person sponsern. Das hat keinen Zweck bei mir. Dann kann ich auch gleich wieder hinausgehen.

AB Das war ein schönes Schlusswort – der Wunsch nach gegenseitiger Akzeptanz zwischen den Künsten und Kulturen – weil es eine sehr breite Gültigkeit hat. Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Auf www.reginehaack.de gibt es weitere Informationen über Regine Haack und ihre Kunst.